Lasst euch inspirieren! So oder so ähnlich ergeht es mir manchmal, wenn ich auf Finanzblogs das Werkeln der Mitschreiber nachlese. So auch die Ausführungen, warum, wieso und weshalb man bei LetMoneyWork.de das fahren alter Mühlen satt hat (Link am Ende meines Artikels, ihr sollt ja hier weiterlesen!) und einen „Guten Gebrauchten“ gekauft und auch noch finanziert hat. Dieses Vorgehen ist immer den Lebensumständen geschuldet, hier erfahrt ihr, warum ich den neuen Berlingo für rd. 170€ monatlich brutto lease und nicht gekauft habe.

Alles fing an mit dem Nachwuchs anno 2016, wo der Kleinstwagen Hyundai Getz für die Familie zu minimalistisch wurde. Durch ein Familiendarlehen haben wir uns ein Upgrade auf Kleinwagengröße i20 von Hyundai für rd. 10.000 Euro gegönnt, den wir bis Mitte 2020 auch als Familienkutsche inkl. weiterem Nachwuchs aus 2018 genutzt haben. Wer einen Kleinwagen kennt, für zwei Kindersitze ist der nicht ausgelegt. Wir mussten also wieder upgraden. Klar war, ein Hochdachkombi wie Berlingo, Kangoo etc. musste es sein, um Platz im Auto zu schaffen. Am besten natürlich die jüngste Generation, um Zuverlässigkeit und auch die größtmögliche Sicherheit einzukaufen. Soviel zur Vorgeschichte.

Jetzt musste es auch noch ein Automatik sein und die Aufpreisliste wurde nach oben ziemlich genutzt, sodass der Listenpreis schnell die 31.000€ knackte, auch weil die stärkste Motorisierung gewählt wurde. Für mich war klar: dieses Auto willst du nicht besitzen (im Sinne der Eigentümerschaft, an alle Buchstabenpuzzler). Vom Hof gefahren noch 90% wert, nach einem Jahr keine 25.000 mehr. Geldverbrennung. Außerdem hätte es unser Budget nicht hergegeben, komplett aus Eigenmitteln zu bezahlen. Jetzt fügt sich das Schicksal, dass der Berlingo für Gewerbetreibende immer wieder attraktive Leasingangebote hervorzaubert. In Berlin hätte ich eine allerdings etwas spartanischere Variante für keine 100€ brutto haben können. Weniger Ausstattung und weiter Weg waren die Ablehnungsgründe. Also musste ich das nehmen was ging: Frankfurt, 170€, keine Anzahlung, 2 Jahre Laufzeit, 15000 KM Laufleistung pro Jahr.

Nur 2 Jahre Laufzeit? Ganz klar, für mich sind Verbrenner auf dem Rückzug. Es gibt gegenwärtig Leasingangebote für E-Autos, für 0€ Leasingrate bei 0€ Anzahlung. Hier wird einfach der E-Auto-Bonus des BAFA als Anzahlung gerechnet, sodass neben den üblichen Nutzungskosten quasi eine Nullmiete entsteht. Warum also soll ich mich länger an den Verbrenner binden?

Lieferzeit ab Januar war mit maximal sechs Monaten angegeben; dass nur Wochen später alle Bänder im Werk still stehen würden, konnte ja keiner ahnen. Ende August 2020 hatten wir den Berlingo endlich auf dem Hof. Auch wenn er nicht mir gehört.

Zusammengefasst, warum wir uns fürs Leasing entschieden haben

  • kalkulierbare monatliche Rate und überschaubarer Zeitraum
  • brandneues Auto mit aktuellster Technik & vernünftigem Verbrauch
  • Kein Stress wegen eines Verkaufs
  • freie Liquidität; in unserem Fall hatten wir dann mehr Eigenkapital für die Immobilie, besseren Zinssatz der Finanzierung und sparen da weiteres Geld
  • ich kann mich wochen vorher um ein neues Auto kümmern
  • günstiger Leasingfaktor; ich hätte bei Kauf den Berlingo >10 Jahre fahren müssen, um den Break-Even zu erreichen

All das sind gewichtige Gründe, die FÜR ein Leasing sprechen. Ein Autokauf sollte aber immer in die Lebensumstände passen. So gerne ich einen Lambo hätte, es macht aktuell keinen Sinn. Es gibt aber auch Gründe, weshalb man barkaufen oder finanzkaufen sollte. Ich bedanke mich für’s lesen und verweise nun auf Letmoneywork, dessen Beitrag ihr hier nachlesen könnt.

Von JL

Ein Gedanke zu „Neuwagen, Leasing oder Gebrauchter? Autokauf als Millionenfrage“

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