Meine Twitter Follower habe ich Anfang August bereits über unsere Absicht informiert, aus unserer jetzigen 3-Zimmer Wohnung aus- und in die eigenen vier Wände einzuziehen. Das Problem: noch gar keine passende Immobilie verfügbar. Wie es jetzt aber losgehen kann, möchte ich dir und euch in meiner Blogserie „Road to Eigenheim“ vorstellen. Ich erzähle euch alles vom ersten Moment, wo ich das Bauschild gesehen habe bis – hoffentlich – zum Einzug. Ob es aber tatsächlich was wird, wird die Zukunft zeigen. Ich hoffe ihr begleitet uns über die nächsten Monate.

In Frankfurt gestaltet sich die Suche nach der passenden Immobilie leider mehr als schwierig, wenn die auch noch in den Geldbeutel passen muss. Und der ist nicht unendlich groß. Zu guter Letzt ist es uns aber auch wichtig, die Kinder nicht aus Ihrem gewohnten Umfeld zu reißen und wir müssen uns flächenmäßig auch noch vergrößern, da die aktuelle Wohnung für 5 Mann schon zu klein ist und nur eine Interimslösung sein kann. Kurzum: wir müssen die Quadratur des Kreises hinkriegen. Hinzu kommt: für mich kommt nur ein Neubau oder eine neuwertige Wohnung / Haus infrage. Weder habe ich handwerkliches Geschick, noch ausreichend Zeit oder Nerven oder die Mittel, in ein renovierungsbedürftiges Haus zu investieren. Ich will kaufen und 15 Jahre meine Ruhe haben. Punkt.

Nachdem wir schon Monate, ja Jahre, mit einschlägigen Immo-Apps verbracht haben, die uns entweder Passendes auf dem Land (siehe oben „gewohntes Umfeld“), zu kleine Wohnungen, einfach nur unbezahlbaren Wohnraum oder auch Immobilien angepriesen hatten, die quasi schon vergeben waren, rückten eines heißen Sommertages im Juli 2020 schräg gegenüber in der Straße plötzlich und unerwartet Bagger und Abrissfahrzeuge an. Unser – da noch 3-jähriger – Sohn war sofort getriggert. An dieser Stelle befand sich jahrzehntelang ein heruntergekommener Handwerksbetrieb, der immer weiter verkam – und plötzlich einfach weg war. Mein bankkaufmännischer Instinkt zog mich sofort zum Bauschild mit der Info, dass hier 2 Mehrfamilienhäuser entstehen werden – und ich war Feuer und Flamme. Sollten tatsächlich nur 5-Usain-Bolt-Sekunden von uns entfernt schöne, schicke, bezahlbare Eigentumswohnungen gebaut werden?

Wer fragt kriegt Antwort

Da das deutsche Baurecht den Bauherrn zur öffentlichen Kenntlichmachung seiner Kontaktdaten zwingt, habe ich ihn flugs morgens um 8 Uhr angerufen. Seine Reaktion war – milde ausgedrückt – irgendwas zwischen Schock und freudiger Überraschung. Der Grund war ganz einfach: Planung und Umsetzung des Baus waren in so einem frühen Stadium, dass er mir weder Preis, Größe noch Grundrissgestaltung der Einheiten nennen konnte.Er hatte schlicht mit dem Anruf eines Interessenten zu diesem Zeitpunkt gerechnet und versprach mir aber, mich als erstem Anfragenden alle Informationen zukommen zu lassen, sobald Sie ihm vorlägen. Ich war endlich mal VOR der Welle!  Das war im Juli.

Im August wurde es plötzlich Ernst.

Leider nicht für uns, denn vom Bauherrn war immer  noch nichts zu hören. Weitere Nachfragen ergaben nur Vertröstungen auf kommende Wochen, bis Bausachverständige und Notare Ihre Arbeit getan hätten. Keine Hilfe. Aber auf der Baustelle tat sich was, obwohl beide Mehrfamilienhäuser, die dort entstehen sollen, erst projektiert waren. Tieflader, Bagger, Schutttransporter – der Baustelle wohnten teils Dutzende Schaulustige bei. Und final kam der große blaue Kran.

Dass der in luftiger Höhe frei von jeglichen Sicherungen installiert wurde – geschenkt. Schon war die Baugrube ausgehoben. Der August verging und wir wurden langsam unruhig.

Wie geht es weiter?

Wurden wir vergessen? Alles schon weg? Anfang September dann die Nachricht: Hallo, das Projekt ist vom Architekten bestätigt und die Teilungserklärungen notariell beglaubigt. Jonas, du kannst dir eine Wohnung kaufen. Wenn du denn auch kannst. Wir können in Phase 2 eintreten: Evaluation der gewünschten Wohneinheit. Freut auch auf Teil 2 der Serie, die ich für in den nächsten Tagen blogge. Dort erzähle ich, welche Wohnungen für uns in Frage kommen, was wir warum verändern wollen bzw. müssen und wie wir uns die Bezahlung vorstellen (is‘ leider nicht umsonst ;))

Ich freue mich, wenn ihr auch die nächsten Schritte auch uns geht. Ebenso ist es mir wichtig, dass ihr kommentiert, anregt, tippt und hastenichgesehn. Gerne dürft ihr mir auch auf Twitter folgen: @blogsparen

Es geht endlich los!

 

 

Von JL

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